Mit dem Zug ins Abenteuer: Goldberg-Schüler erleben unvergesslichen Praktikumsaustausch in Tschechien

Gelsenkirchen/Jindřichův Hradec.


Zwei Wochen lang tauschten die Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule am Berufskolleg am Goldberg ihren gewohnten Schulalltag gegen internationale Erfahrungen – und zwar mitten im Herzen Südböhmens. Ziel des Erasmus+-Austauschs war Jindřichův Hradec, eine malerische Stadt in Tschechien, mit der die Schule bereits seit sechs Jahren eng zusammenarbeitet. „Die Partnerschaft hat sich über die Jahre richtig gefestigt“, erzählt EU-Koordinator Philipp Pawlowski stolz.

 

Doch bevor die Gruppe überhaupt in Tschechien ankam, begann das Abenteuer: Die nachhaltige, zweitägige An- und Abreise führte mit der Bahn quer durch Deutschland. Erst ging es nach Berlin, wo die Jugendlichen die beeindruckende Kuppel des Bundestags besichtigten. Auf dem Rückweg ging es nach Dresden, wo das berühmte Grüne Gewölbe mit seinen funkelnden Schätzen für staunende Gesichter sorgte. 

 

In Jindřichův Hradec angekommen, starteten die Schülerinnen und Schüler direkt in ihre Praktika in verschiedenen Betrieben. Ob kaufmännische Tätigkeiten oder touristische Betriebe: Überall wurden die deutschen Gäste herzlich begrüßt – und lernten viel über Arbeitskultur, Sprache und Alltag in Tschechien. Nach Feierabend stand jedoch mindestens genauso viel auf dem Programm: Die tschechischen Schülerinnen und Schüler führten ihre deutschen Gäste durch ihre Stadt, zeigten ihnen ihre Schule und organisierten gemeinsame Aktivitäten. Bowlingabende, gemeinsame Essen und viele Gespräche sorgten dafür, dass aus Fremden schnell Freunde wurden. „Zwischen den Schülern sind wirklich tolle Freundschaften entstanden“, berichtet Pawlowski.

 

Der nächste Gegenbesuch in Gelsenkirchen ist bereits für Mai 2026 geplant. Dann werden die Goldberg-Schüler ihren tschechischen Freunden zeigen, wie Ruhrgebietsgastfreundschaft aussieht. Das Berufskolleg am Goldberg bleibt damit seinem europäischen Kurs treu: Neben Tschechien gehören auch Norwegen und Spanien zu den festen Austauschzielen der Schule. Möglich gemacht wird all das durch das Förderprogramm Erasmus+, das jungen Menschen europaweite Chancen eröffnet – und dabei Erlebnisse schafft, die weit über ein normales Praktikum hinausgehen.

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Von Links: Mike Mauer, Chiara Mattone, Seadin Rushani, Joanna Dietzek, Paola Bakaj, Anisa Kelmendi.

Gelsenkirchener Schüler auf der Karlsbrücke in Prag

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Pavla Vodickova (Handelskammer), Seadin Rushani (Schüler), Philipp Pawlowski (EU-Koordinator Berufskolleg am Goldberg)

Seadin Rushani absolvierte ein Praktikum bei der Handelskammer